Die Elsbeere ist eine Waldbaumart Mitteleuropas. Schwerpunkte liegen in Frankreich, besonders in Ostfrankreich
und in Süddeutschland. An einer brauchbaren Karte der aktuellen Verbreitung wird noch gearbeitet.
Die Elsbeere erreicht Höhen von über 30m. Der höchste Baum steht bei Göttingen und
misst knapp 35 m. Die stärkste bekannte Elsbeere steht in Weimar (135 cm BHD). Stämme, die
sich tief zwieseln, also in zwei Stämme aufteilen, können vereinzelt noch größere
Durchmesser erreichen.
Die Elsbeere liebt nährstoffreiche, warme und eher trockene oder wechseltrockene Standorte, hier
kann sie sich am besten gegen die bedrängende Konkurrenz anderer Baumarten behaupten.
Nur ausnahmsweise findet man die Elsbeere als Solitärstamm in der freien Feldflur. Sie ist ein
Baum der Mischwälder und freut sich über einen Platz am Waldrand, der ihr genügend Licht
bietet. Für Gärten ist sie nicht geeignet, wohl aber für Parks und Gehölzgruppen
in der Landschaft.

Elsbeere mit typischer, herbstlicher Laubfärbung im ElsbeerReich, westlich des Wiener Waldes,
stehen etwa 300 solcher Bäume. Man hat sie vor mehr als 100 Jahren gepflanzt um Früchte zur Schnapsdestillation
ernten zu können.
Literaturhinweise
In der Schriftenreihe "Naturschutz im Kleinen", herausgegeben von der Stiftung LBBW Natur
und Umwelt, Fritz-Elsass-Str. 31, 70174 Stuttgart, ist erschienen:
Heft 27: "Die Elsbeere".
Die Stiftung Wald in Not hat 2002 eine Informationsbroschüre zum Thema "Seltene Bäume in unseren Wäldern" herausgegeben, die auch einen Beitrag über die Elsbeere und den Speierling enthält. Die Broschüre ist erhältlich bei der DBU Naturerbe GmbH - Projekt Wald in Not, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn. Bitte bei Bestellungen 0,85 € Rückporto in Briefmarken beifügen. Weitere Informationen unter www.wald-in-not.de.