Junge Elsbeere brauchen fast immer einen Schutz gegen den Wildverbiss. Helle Wuchshüllen fördern ausserdem das Wachstum. Dann muss man auf Mäuse achten. In manchen Jahren sind sie sehr aggressiv und fressen im erdnahen Bereich.
Im mittleren Alter sind Elsbeeren durch die Konkurrenz anderer, wüchsigerer Baumarten gefährdet
und brauchen Hilfe durch mehrfache Freistellung. Dazu muss man sie erkennen und die beauftragten Fachkräfte
entsprechend schulen. Diese Förderung ist auf den meisten Standorten lebenslang notwendig.
In Südeuropa droht noch eine andere Gefahr: Lässt man die auf Pappeln oder Apfelbäumen
ankommenden Misteln wachsen, dann verbreiten sie sich sekundär von diesen Bäumen auf viele
andere Baumarten, dringen mit Senkern in deren Holz und Leitungsbahnen ein und führen zu krebsartigen
Geschwüren, die den Baum sterben lassen. Misteln müssen so früh wie möglich ausgeschnitten
und beseitigt werden.

4 Jahre alte Elsbeeren in hellen Wuchshüllen, verbunden mit einem Pfahl.
Literaturhinweise
In der Schriftenreihe "Naturschutz im Kleinen", herausgegeben von der Stiftung LBBW Natur
und Umwelt, Fritz-Elsass-Str. 31, 70174 Stuttgart, ist erschienen:
Heft 27: "Die Elsbeere".
Die Stiftung Wald in Not hat 2002 eine Informationsbroschüre zum Thema "Seltene Bäume in unseren Wäldern" herausgegeben, die auch einen Beitrag über die Elsbeere und den Speierling enthält. Die Broschüre ist erhältlich bei der DBU Naturerbe GmbH - Projekt Wald in Not, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn. Bitte bei Bestellungen 0,85 € Rückporto in Briefmarken beifügen. Weitere Informationen unter www.wald-in-not.de.